
Kerstin Lange hat mehrere Jahre in Korschenbroich gelebt, ehe sie nach Speyer und später nach Düsseldorf zog. Als Krimiautorin und mit Kurzgeschichten hat sie sich einen Namen gemacht. Jetzt hat sie zum dritten Mal einen Familienroman verfasst, der uns (nach dem erfolgreichen Vorgänger „Die Sehnsucht, die bleibt") in die Geschichte Portugals in den 1960er Jahren entführt.
Portugal 1961: Die Menschen leiden unter dem Salazar-Regime und sehnen sich nach Freiheit. Der Widerstand wächst, es kommt zu Studentenunruhen. Amalia, die Protagonistin des Buches, wohnt mit Mutter, Vater und dem kleinen Bruder in einer Armengegend in Lissabon. Dann stirbt der kleine Bruder, die Mutter wird darüber krank und in eine Anstalt für psychisch Kranke eingeliefert. Der Vater verlässt die Familie. Amalia steht alleine da, muss die Wohnung räumen und weiß nicht wohin. Sie zieht in ein kleines Zimmer und findet Arbeit in einem Café. Dabei lernt sie den charismatischen Marcelo kennen und verliebt sich in ihn. Spät erst erfährt sie, dass er ein Widerstandskämpfer ist. Kann es eine gemeinsame Zukunft für sie geben?
Kerstin Lange hegt spürbar eine besondere Sympathie für das auf der literarischen Landkarte eher wenig thematisierte Land und seine Menschen. Ihre Charaktere zeichnet sie sensibel und mit überzeugender Empathie. Für alle Portugal-Fans und alle, die gern intensive Familiengeschichten lesen, ein unbedingtes Muss.
Eintritt: 10 Euro. Karten gibt es in der Buchhandlung Barbers, Tel. 02161.99 99 849
Do., 25. Juni, 19 Uhr Museum Kulturbahnhof