Auf dem Jakobsweg Unterwegs für den guten Zweck

Bei seinen Planungen im vergangenen Jahr den Jakobsweg zu gehen, hörte Norbert Kremer im Radio einen Bericht über einen Holländer, der mehrere hundert Kilometer durch die Kanäle in Holland schwamm und für jeden Kilometer Spendengelder für einen guten Zweck sammelte. „Ich fand das eine tolle Idee und dachte, dass ich die lange Strecke des Jakobsweges auch für einen guten Zweck laufen könnte“, so Nobert Kremer, der einen Betrieb für Wintergärten, Instandsetzung und Einbruchschutz in Kleinenbroich führt. „Kurzum informierte ich Freunde und bekannte Firmen und bat um Kilometergeld. Ein Euro pro gelaufenen Kilometer war das Ziel, wobei jeder die Kilometerzahl selbst bestimmen konnte.“

Vom 25. September bis zum 31. Oktober letzten Jahres startete Herr Kremer in Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich und pilgerte 800 km den Jakobsweg entlang bis zum Ziel Santiago de Compostela in Spanien. „Ich war nicht nur für mein persönliches Wohl unterwegs, sondern auch für einen guten Zweck, das gab mir doppelt soviel Kraft und ans Aufhören war da nie zu denken“, berichtet Kremer.

Sage und schreibe 1850 Euro sind zusammengekommen, die er mit seiner Frau Sonja, die den Betrieb in der Zeit am Laufen hielt, auf 2000 Euro aufgerundet hat. Der 56-jährige las darüber, dass die Einrichtung des städtischen inklusiven Familienzentrums Josef-Thory-Straße dringend eine Therapieliege benötigt. Kurzer Hand nahm Kremer Kontakt zur Leiterin des Familienzentrums Barbara Antony-Wildschütz auf, die zum vereinbarten Termin mit ein paar Kindergartenkindern die Wintergartenbauer Kremer zur Scheckübergabe besuchten. „Wir freuen uns riesig über diesen hohen Spendenbetrag und können jetzt die Therapieliege für unsere zwölf therapiebedürftigen Kinder anschaffen“, so die Leiterin Antony-Wildschütz. Norbert Kremer freute sich ebenso, dass das Geld so sinnvoll investiert wird.