Der Osterhase und das Ei

Wenn wir an Ostern denken, so denken wir in erster Linie an den Osterhasen und die Ostereier, an Osternester verstecken und suchen, an kindliche Freude und viele schöne Stunden im Kreise der Familie. Da stellt sich doch die Frage, wie gerade der Osterhase und das Ei dieses christliche Fest so sehr überstrahlen können. Woher kommt dieser Mythos bzw. wie ist er zu verstehen?

Es wurden schon viele Theorien darüber angestellt. Sybil Gräfin Schönfeldt schreibt in ihrem Buch „Feste und Bräuche“. Die Bedeutung des Osterhasen als Fruchtbarkeitssymbol scheint einen tieferen Sinn im Zusammenhang zum Ostermonat (Eostur-Monath, Ostermonat für April) zu erhalten. Aber der Hase konnte auch zum Symbol der Auferstehung Jesu Christi werden, da man ihm die Eigenschaft zugeschrieben hatte, nie zu schlafen. Da Hasen keine Augenlieder haben, schieben sie während des Schlafens die Pupillen nach oben. Andere Theorien sind hinreichend diskutiert worden, allerdings ist des Rätsels Lösung nicht in Sicht.

Eine endgültig schlüssige Begründung scheint nur in dem Gedanken zu liegen, dass der Hase von je her im urtümlichen Frühlingsbrauchtum der Völker eine bedeutende Stellung einnahm. Er galt immerhin als das Symbol der erwachenden Natur. Die Fortpflanzungsfähigkeit scheint schon immer legendär gewesen zu sein. Herumbalgende Hasenkinder auf blühenden Frühlingswiesen müssen die ländliche Bevölkerung bei der Entstehung des Brauchtums inspiriert haben. Interessanterweise taucht der Hase als Symbol der christlichen Trinität (Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist) im ‚Dreihasenbild' des Kölner Doms auf. Auch hier wird der Ursprung des Osterhasenmythos vermutet.

Die Legende vom Eier legenden Osterhasen entstand im Zuge der Tradition, Brote in Hasenform zu backen, um sie auf österliche Wallfahrten mitzunehmen. In die Mitte des Brotes wurde ein Ei gesetzt. Eier haben in vielen Kulturen eine ähnliche symbolische Bedeutung. Sie gelten als Signum des Lebens und Symbol der Fruchtbarkeit. In den verschiedensten Mythologien der alten Kulturen spielte aber auch das Ei eine bedeutende Rolle. Dass aus Eiern Leben hervor kroch, muss wie ein Mysterium gewirkt haben. Bei der Entstehung der Welt spielte das Ei immerhin in der ägyptischen, der griechischen und der chinesischen Kultur eine hervorragende Rolle. Auch hier deutet sich eine Verbindung zum Christentum an, welches einen eigenen Schöpfungsmythos kennt. Die Leidenszeit, die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu wiederholen symbolisch diesen Schöpfungsmythos. Der Osterhase und das Ei symbolisieren den natürlichen Lebenszyklus und verbinden naturhaftes und lebendiges Denken mit spirituellem Christentum.

Die Verbindung von Hase und Ei im österlichen Zusammenhang ließ die Legende vom Eier legenden und Eier bringenden Osterhasen entstehen. So hat der Osterhase in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts fast geschichtsnotwendigen Status erlangt, zumindest wenn man die verschiedensten Schokoladenausfertigungen in den Supermärkten wohlwollend betrachtet.

Osterbasar im Dionysiushaus

Am 6./7. April, jeweils von 10 – 18 Uhr, findet wieder der beliebte vorösterliche Basar mit Café im Dionysiushaus in Kleinenbroich gegenüber der kath. Kirche statt. Angeboten werden österliche Kränze und Gestecke, handgefertigte Geschenkartikel, fair gehandelte Lebensmittel sowie Rapsöl vom Volksverein Mönchengladbach. Der Erlös geht an das Misereor-Projekt“ Frauen stärken heißt Entwicklung fördern“ in Timor-Leste.
Kleinenbroich · Hochstraße gegenüber der kath. Kirche

Ideen zum Osterbrunch

Ostern wird heutzutage wie ein Familienfeiertag betrachtet, an dem bunte Eier und Geschenke für die Kinder versteckt werden, welche diese dann im Garten oder in der Wohnung suchen können. Die Ostertage sind daher geradezu prädestiniert für einen Osterbrunch mit der Familie und Freunden, um stundenlang zu plaudern, zu essen und Spaß zu haben. Zu einem ausgedehnten Osterbrunch gehört auch eine große Auswahl an vielerlei Speisen. So sollten neben den süßen Dingen wie frischer Hefezopf, fruchtige Brotaufstriche, Früchtequark etc. genauso herzhafte Speisen die Tafel decken. Rührei, gebeizter Fisch, würzige Dips, knackige Körnerbrötchen um nur einige zu nennen. Doch klassischerweise gehört auch ein Möhrenkuchen auf den Ostertisch, der sich besonders gut schon am Vortag backen lässt.

Möhrenkuchen

Zutaten: 350g geschälte und geriebene Möhren · 375g Mehl · 250g Zucker · 200g gemahlene Mandeln · 250g geschmolzene Butter · 4 Eier · 2 Biozitronen (Saft und Schale) · 1 Pck. Backpulver · 1 Prise Salz · Puderzucker · Marzipankarotten (im Handel erhältlich)
Zubereitung: Den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Mehl, Zucker, Mandeln, Backpulver und Salz gut miteinander vermischen. Dann die geriebenen Karotten unterheben und alles gründlich verrühren. Zuletzt Zitronenabrieb und -saft hinzugeben und verrühren.
Die Butter schmelzen und abkühlen lassen. Unterdessen die Eier trennen und das Eigelb mit der zerlassenen Butter verrühren und alles gründlich im Teig vermischen. Das Eiweiß steif schlagen und ebenfalls unterheben. Den Teig in eine Backform geben und ca. 60 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und je nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben und mit Marzipankarotten dekorieren. Den Möhrenkuchen am besten schon am Vortag zubereiten, dann wird er noch saftiger. Der Teig lässt sich genauso in Muffinförmchen backen, die als nette essbare Deko auf dem Ostertisch einzusetzen sind.

Lachstatar mit sonnengetrockneten Tomaten, Oliven und Kapern

Zutaten für 4 Personen: 500g Lachsfilet ohne Haut und Gräten · 2 EL getrocknete Tomaten · 3 EL schwarze Oliven · 2 EL Kapern · 2 EL klein gehackte Schalotten · 1 EL klein gehackte Petersilie · 1 Zitrone · 1 EL Dijonsenf · Salz und Pfeffer · bei Bedarf Ruccola zum Garnieren
Zubereitung: Lachsfilet kalt abbrausen, trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden. Tomaten, Oliven und Kapern sehr fein hacken und die Zitrone auspressen. Lachswürfel mit Tomaten, Oliven, Kapern, Schalotten, Petersilie, Zitronensaft und Dijon-Senf mischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und je nach Wunsch mehrere Portionen mit einer Form ausstechen und mit Ruccola garnieren.