Repair Café - Reparieren gegen den Wachstumswahn

Wegwerfen ist gut für das Wirtschaftswachstum. Schlechte Qualität und kurzlebige Produkte steigern das Bruttosozialprodukt. Wenn Menschen alles haben, müssen die Produkte eben schneller ersetzt werden. Die Lösungen heißen geplante Obsoleszenz sprich Sollbruchstellen in Produkten, kurze Produktzyklen – sodass der Kauf neben neuen Modellen schon nach kurzer Zeit ganz schön alt aussieht.

Aktuelles Beispiel: das Betriebssystem Windows 7 von Microsoft. Laut Aussage des Unternehmens läuft es noch auf 700 Millionen Rechnern weltweit. Aber ab dem 14. Januar nächsten Jahres erhält Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr. Das heißt Millionen voll funktionsfähige Computer wandern auf den Müll und werden durch neue Geräte mit Windows 10 ersetzt.

In den Augen der Aktiven beim Repair Café eine exzellente Sache: „Wir müssen nicht einmal etwas reparieren. Die Rechner laufen ja, sie benötigen nur eine Software – und die ist dazu auch noch kostenlos!“, erzählt der Initiator des Repair Cafés Gerhard Klein lachend.

Erstmals Linux-Sonderschicht: 14.9. ab 10.30 Uhr. Und weil es kaum einen einfacheren Weg gibt Elektroschrott zu vermeiden, legen die Repair Café-Aktiven am Samstag, den 14. September eine Extraschicht ein, um Computer mit Windows 7 auf Linux umzurüsten. Alle Umrüstwilligen und Neugierigen sind herzlich eingeladen vorbeizukommen. Die Computer sollten am besten direkt mitgebracht werden. Ab 13 Uhr startet dann wie gewohnt das klassische Repair Café der „Initiative 41352 Besser leben” mit Unterstützung für Reparaturen aller Art.

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