Der Herbst steckt voller gesunder Köstlichkeiten

Nicht nur die Natur bietet jetzt ein farbenfrohes Schauspiel, auch kulinarisch hat der Herbst so einiges zu bieten. Der Oktober lockt mit einer breiten Palette an heimischen Köstlichkeiten. Vor allem Kürbisse, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kartoffeln, Wurzel- und Knollengemüse werden jetzt in den Hofläden, Geschäften und an Marktständen angeboten.

Herbstlicher Mittelpunkt – der Kürbis

Der Kürbis ist und bleibt DAS Herbstgemüse. Kein anderes Lebensmittel verbindet wohl so sehr mit dem Herbst wie das orange Gemüse. Kürbis, er schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ziemlich gesund. Kürbissorten wie Hokkaido, Muskatkürbis, Butternut, Bischofsmütze & Co sind so vielseitig einsetzbar, dass es im Herbst nicht langweilig auf den Tellern wird. Ob als Suppe, Gemüse oder Chutney, die Kürbissaison ist ein echtes Geschmackserlebnis.

So gesund sind Kürbisse
Früher wurden Kürbisse hierzulande nur als Viehfutter verwendet. Heute weiß man wie gesund sie sind, denn sie strotzen nur so vor wertvollen Inhaltsstoffen. Kürbisse enthalten einen großen Anteil an Beta-Carotin. Aus dem natürlichen Farbstoff wird Vitamin A gebildet, das wichtig für die Sehkraft ist. Außerdem sorgt Beta-Carotin dafür, dass die Zellen geschützt werden – etwa vor der Haut-alterung oder der Entstehung von Krebs. Die Cartinoide schützen auch vor Herz- und Gefäßkrankheiten. Mit nur 100 Gramm Kürbisfleisch wird der Tagesbedarf daran gedeckt. In 100 Gramm Kürbis stecken auch etwa 300 Milligramm Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt des Körpers regelt. In geringeren Mengen sind auch Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen, Vitamin E und C sowie B-Vitamine enthalten. So ist Vitamin B6 beispielsweise wichtig für die Blutbildung und das Nerven­system. Außerdem verhindert Vitamin E u. a. schädliche Prozesse an den Zellen. Die Inhaltsstoffe des orangefarbenen Fruchtfleisches wirken zudem verdauungs­fördernd, ausschwemmend und wasserregulierend.

Die kalorienarme Vitaminbombe
Das Kürbisfleisch ist mit ungefähr 25 kcal/100g sehr kalorienarm und hält dank seiner Ballaststoffe länger satt. Besonders der Hokkaido- und Muskatkürbis sind fett- und kalorienarm. Mit schmalen 23 kcal/100g übertrumpft der Hokkaido den etwas gehaltvolleren Butternusskürbis. Aber auch er kann sich getrost mit etwa 40 kcal/100g auf dem Teller blicken lassen.

Energiereiche Kürbiskerne
Im Gegensatz zum Fruchtfleisch haben die Kürbiskerne hingegen sehr viele Kalorien. Das in ihnen enthaltene Fett bringt allerdings auch positive Eigenschaften mit sich. Es besteht aus 45 % hochwertigen ungesättigten Fettsäuren und sie enthalten Pflanzenstoffe, die den Cholesterinspiegel senken. Außerdem sind die Kürbiskerne harntreibend und ein bewährtes Heilmittel bei Harnwegsinfektionen und Prostatabeschwerden.

Geröstete Kürbiskerne
Ein leckerer, gesunder Snack, der schnell zubereitet ist. Die Kerne aus dem Kürbis nehmen, im Wasserbad vom Kürbisfleisch befreien. Dabei muss man nicht jedes letzte Fitzelchen entfernen, denn das restliche Kürbisfleisch verleiht beim Rösten im Ofen einen besonderen Geschmack. Anschließend die Kerne auf Küchenpapier gut trocknen. Danach die Kürbiskerkerne in ein wenig Olivenöl schwenken und etwas Salz darüber streuen. Backofen auf 150 Grad vorheizen und die Kerne auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech gut verteilen und ca. 20 Min. rösten. Nach 10 Min. wenden. Gut abkühlen lassen! Die gerösteten Kürbiskerne können mit und ohne Schale gegessen werden.

Die Kartoffel ist Grundlage vieler heimischer Gerichte

Die Kartoffel ist durch ihren hohen Wassergehalt kalorienarm, liefert aufgrund ihrer Kohlenhydrate reichlich Energie und macht schnell satt. Falls sie mit Schale zubereitet wird, dient die Knolle auch als gute Vitamin- und Mineralstoffquelle. Kartoffeln sind gesund und bieten als preiswertes Grundnahrungsmittel auch eine überaus variationsreiche Basis für zahlreiche beliebte Gerichte. Rösti, Gratin, Salzkartoffeln, Pommes frites, Chips, Gnocchi, Kartoffelsalat, Eintöpfe und vieles mehr lässt sich auf die Teller zaubern und Dank ihres dezenten Eigengeschmacks kann die Kartoffel zudem mit nahezu allen Kräutern und Gewürzen kombiniert werden.

Kartoffeln unterteilt nach Kochtypen
Man unterscheidet zwischen festkochenden, vorwiegend festkochenden und mehligen Kochtypen. Die Kocheigenschaft hängt dabei von dem jeweiligen Stärkegehalt ab.

Festkochend Aufgrund des niedrigeren Stärkegehaltes (ca. 10-12 %) springt die Schale beim Kochen nicht auf. Sie bleiben auch gekocht schön fest, saftig und lassen sich gut schneiden. Ideal ist diese Kartoffel daher für die Zubereitung von Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, sowie Salz- und Pellkartoffeln.

Vorwiegend festkochend Dieser Kochtyp hat einen mittleren Stärkegehalt (ca. 12 – 14 %) und ist mit seinem mittelfesten, feinkörnigen Fruchtfleisch am vielseitigsten verwendbar. Die Schale platzt beim Kochen nur leicht auf. Salz- und Pellkartoffeln, Pommes, Kartoffelpuffer und Aufläufe gelingen besonders gut mit diesen Kartoffeln.

Mehlig kochend Sie haben den höchsten Stärkegehalt (ca. 15 – 16,5 %). Sie werden beim Kochen weich, eher trocken und zerfallen meist. Daher ist dieser Kochtyp sehr gut geeignet für die Zubereitung von Suppen, Püree, Klößen und Eintöpfen.