Frühling in den städtischen Grünanlagen Korschenbroichs

Neupflanzungen wässern, Beete pflegen, Rasenflächen mähen – was viele Menschen in diesen Tagen auf dem eigenen Balkon oder im Garten erledigen, erledigt die Stadt im „XXL“-Format: Mehr als 693.000 Quadratmeter wollen in Ordnung gehalten werden.
Das grüne Kleid der Stadt Korschenbroich erstreckt sich unter anderem über die Außenflächen von Verwaltungsgebäuden, Schulen und KiTas, über Sportanlagen, Spiel- und Bolzplätze sowie die Parkanlagen, Friedhöfe und das Straßenbegleitgrün. „Darum kümmern sich 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unterschiedlichen Einsatzgebieten und Teams“, erklärt Björn Pucknus, Leiter des Amtes für Grünpflege und Baubetrieb.
Eines dieser Teams besteht aus Klaus Schmitz, Patrick Borger und Marcel Pflipsen. „Heute bringen wir das Umfeld des Bahnhofs Korschenbroich in Ordnung und schauen nach den Bäumen, dass keine Äste in den Straßenraum ragen“, erzählt Schmitz, nachdem er den Freischneider ausgeschaltet und abgesetzt hat. Mit dem Gerät hat er den Vorplatz des Heimatmuseums bearbeitet, während sich seine Kollegen um die Beete gekümmert haben.
Das Trio arbeitet gerne zusammen draußen an der frischen Luft. „Es ist eine tolle und sehr dankbare Aufgabe die Stadt zu verschönern, in der man selbst wohnt“, findet Marcel Pflipsen. Beete anlegen, Neues schaffen – das bereitet ihm sogar noch am Feierabend im eigenen Garten Freude. Auch Patrick Borger, der über ein Schulpraktikum im Garten- und Landschaftsbau auf direktem Wege seinen Traumberuf fand, erfreut sich auf seiner Dachterrasse auch nach Dienstschluss an der Blütenpracht und dem Pflücksalat aus dem Hoch-Beet.
Bei blauem Himmel und Temperaturen um die 20 Grad ist das abwechslungsreiche Arbeiten besonders angenehm. Aber auch bei Kälte, Regen oder Hitze wird nicht gemeckert. Sorgen machen sich die Landschaftsexperten dann höchstens um „ihre“ Pflanzen. „In den vergangenen beiden Jahren sind wir mit dem Wässern kaum nachgekommen, wahrscheinlich müssen wir in Zukunft vermehrt Gehölze setzen, die besser mit Hitze und Trockenheit zurecht kommen“, schätzt Klaus Schmitz. Er freut sich über Bürgerinnen und Bürger, die sich für „ihren Baum vor der Haustür“ mit verantwortlich fühlen und sich in langen Trockenperioden am Wässern beteiligen. Auch Pflanzenspender – vom Gartenbaubetrieb bis zum Heimatverein – helfen mit, Korschenbroich aufblühen zu lassen.
Anlass zum Ärger gibt es seltener – immer dann, wenn Menschen unachtsam sind. „Gerade letzte Woche haben wir eine neue Rasenfläche auf dem alten Pescher Friedhof angelegt“, berichtet Patrick Borger, „das ist deutlich erkennbar, trotzdem sind schon mehrere frische Radreifenspuren darin.“ Über weggeworfenen Müll wollen sich die Männer nicht aufregen. Generell haben Sie den Eindruck, dass ihre Arbeit vom überwiegenden Teil der Bevölkerung wertgeschätzt wird. „Wir freuen uns ja selbst auch, wenn alles schön ist“, so die einhellige Meinung.