Das Fleckchen Grün in vollen Zügen genießen

Schon in der Kindheit nutzte man das Sprüchlein „Im Osten geht die Sonne auf…“ als Eselsbrücke, um sich den Verlauf der Sonne zu merken. Auch heute noch zeigt es sich, wie hilfreich dieses Sprüchlein ist.
Zum Beispiel bei der Gartenplanung, denn je nach persönlichem Wunsch ist die Ausrichtung des Gartens nicht zu vernachlässigen. Ob Frühstücken in der Sonne, eine Südausrichtung mit Sonnenschutz oder die letzten Sonnenstunden inkl. Sonnenuntergang genießen – je nach Lebenslage hat jede Variante ihre Vorzüge.

Im Osten geht die Sonne auf…
Genau das ist der Grund, warum viele Leute einen Garten mit Orientierung gen Osten bevorzugen. Wer im Frühjahr und Sommer sein Frühstück gerne im Freien genießt, weiß die morgendlichen Sonnenstrahlen sicherlich zu schätzen. An heißen Sommertagen bleibt der ostseitige Garten von der Mittagshitze verschont – ein weiterer Vorteil, den man gerade in Zeiten der Klimaerwärmung nicht unterschätzen sollte.

Im Süden nimmt sie ihren Lauf…
Ein Garten mit Südausrichtung ist genau das Richtige für echte Sonnenliebhaber. Vom Vormittag bis in die frühen Abendstunden können sie hier die warmen Strahlen genießen – ideal auch für den Sommerurlaub zu Hause. Unabdingbar bei einem südseiteigen Garten ist allerdings ein entsprechender Sonnenschutz in Form von Bäumen, Markisen oder Lauben – sonst wird es im Sommer unerträglich heiß. Besonders geeignet ist die Südausrichtung, um den Garten im mediterranen Flair zu gestalten, bespielsweise mit Olivenbäumen, Palmen oder Citruspflanzen und Blühendem wie Oleander, Engelstrompete und Bougainvillea. Auch passende Accessoires wie Fackeln, Öllampen und Kerzen sorgen für eine ganz besondere Stimmung, gerade in den Abendstunden.

Im Westen wird sie untergeh´n…
Für alle jene, die ihren Feierabend in der warmen Jahreszeit im Freien verbringen wollen, bietet sich ein Garten mit Westausrichtung an. Daher ist ein solcher besonders für Berufstätige, die erst am Nachmittag in ihre grüne Oase abtauchen können, optimal. Ein besonderes „Zuckerl“ eines westseitigen Gartens sind die Sonnenuntergänge, die man hier ungestört genießen kann – vorausgesetzt natürlich, der Garten ist nicht durch Nachbargebäude verbaut.

Im Norden ist sie nie zu sehn!
Ein Garten mit Nordausrichtung ist naturgemäß sehr schattig und daher nur bedingt zu empfehlen. Nur jene Personen, für die direkte Sonneneinstrahlung überhaupt keine Rolle spielt, werden mit einem nordseitigen Garten wirklich zufrieden sein.

Doch aufgepasst!
Eine wichtige Rolle spielt die Ausrichtung des Gartens bei der Bepflanzung. Wer gärtnerisch ambitioniert ist, ist mit süd- oder südostseitigen Gärten am besten beraten. Vor allem die meisten Kräuter- und Gemüsepflanzen sind ausgesprochen lichtbedürftig und gedeihen am besten in voller Sonne.
Nicht ganz so anspruchsvoll sind die Zierpflanzen. Unter ihnen gibt es eine ganze Reihe, die auch in schattiger oder halbschattiger Lage gut gedeihen und daher auch für West- oder sogar Nordlagen geeignet sind. Zahlreiche Blattpflanzen mit attraktiver Belaubung entwickeln sich auch im Schatten zu ihrer vollen Pracht.
Um das Fleckchen Grün in vollen Zügen zu genießen, sollte man unbedingt im Vorfeld der Planung die genannten Überlegungen mit einfließen lassen.