„Hall of Fame“ - Der Gruß des Graffiti-Indianers

In der Bahn-Unterführung zwischen Korschenbroich und Raderbroich gibt es einen kunstvoll gestalteten „Neubürger“: Ein lächelnder Indianer grüßt die Vorbeifahrenden.

Das Graffiti fällt durch seine ausdrucksstarke und kunstvolle Gestaltung auf. Was der Ureinwohner Nordamerikas uns wohl sagen will? Seine Fingerhaltung lässt unterschiedliche Deutungen zu. Eindeutig ist die Tatsache, dass diese Wände in der Unterführung seit vielen Jahren als einzige Fläche im Stadtgebiet zum Sprayen freigegeben sind.

Künstlerinnen und Künstler - die zumeist anonym bleiben wollen - gestalten diese „hall of fame“ von Zeit zu Zeit neu. Als ungeschriebenes Gesetz in der Szene gilt: Die Kunst im öffentlichen Raum soll hochwertig sein. Wer also etwas überspüht, hat sich über die Gestaltung und Ausführung zuvor eine Menge Gedanken gemacht.

So auch die Graffitis von Pascal, der unter dem Pseudonym „ralneuntausend“ mit Leidenschaft kunstvolle Bilder sprayt. Hier in Korschenbroich hat er sich direkt mit drei beeindruckenden Graffits verwirklicht. „Ich bin täglich mit der Bahn aus Düsseldorf gekommen, weil ich von einem Freund erfuhr, dass es hier in Korschenbroich eine legale Fläche in einer Unterführung zum Sprayen gibt, die nachts sogar beleuchtet ist. Das ist einzigartig in der Region, man kann im Dunkeln noch weiter arbeiten und steht dabei im Trocknen“, berichtet der Graffitikünstler Pascal. Am liebsten bleibt er unerkannt, freut sich aber auf jedes „Like“ auf Instagram.

Gerne übernimmt der sympatische Sprayer auch Auftragsarbeiten, denn er möchte mit seinen Graffitis viele Menschen erreichen und überraschen. Genauso wie uns, daher haben wir eines seiner Graffitis als Titelfoto gewählt. (seine E-Mail: pascal95.wiese@gmail.com)