Bücher für die Urlaubszeit!

Empfehlungen von „Korschenbroich liest“-Leserinnen
Das kennen Sie auch: Wenn Ihre beste Freundin oder ein guter Freund Ihnen ein Buch eindringlich ans Herz legt, weil sie oder er es so ganz besonders toll fand, ist der Anreiz, das Buch selbst auch zu lesen, besonders groß.
Vor diesem Hintergrund haben wir Sie, die Freundinnen und Freunde unserer „Korschenbroich liest“-Veranstaltungen, in der vergangenen Ausgabe eingeladen, uns und allen anderen Literaturfreundinnen und -freunden doch Lesetipps zu geben, welche Bücher Sie besonders intensiv und eindringlich durch die Corona-Pandemie begleitet haben. Wir freuen uns sehr über eine hoch spannende und vielschichtige Auswahl und danken allen, die sich bei uns gemeldet und uns ihre Lieblingslektüren mitgeteilt haben.


Nina George: Das Lavendelzimmer

„Es ist ein unwiderstehlicher Roman über die Macht der Liebe und der Bücher. Der Pariser Buchhändler, Jean Perdu, verkauft auf seinem Bücherschiff Romane, wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als Manon ging, während er schlief. Sie ließ nur einen Brief zurück, den er aber nicht las. Bis zu diesem Sommer, der alles veränderte. - Hinreißend geschrieben, erzählt der Roman eine berührende, spannende und nachdenkliche Geschichte. Er nimmt den Leser mit auf die Reise in die Provence. Man meint, die Gerüche wahrzunehmen und taucht ein in die Magie des südlichen Lichtes. Bezaubernd und bewegend und unglaublich sprachgewaltig.“ Eine Empfehlung von Rita Kuhlen


Peter Prange: Eine Familie in Deutschland. Zeit zu hoffen, Zeit zu leben.

„Dieses Buch schafft einen Blick ins Innere der Nazi-Zeit, gerade auch für Menschen, die sich mit klassischen historischen Fakten schwertun. Die persönlichen Geschichten, in die die Zeitgeschehnisse verwoben werden, spiegeln diese auf eine sehr intime Weise und zeigen eindrucksvoll, mit welchen Tragödien die Menschen in der Zeit zu kämpfen hatten. Unvorstellbar eigentlich! Mich hat das Buch sehr gefesselt.“ Vorgeschlagen von Mechthild Zimmermann


Elizabeth von Arnim: Die Reisegesellschaft

 „Eine schöne Geschichte von einem preußischen Junker, der - weil es günstiger ist - eine Reise mit dem Wohnwagen mit seiner Frau nach England unternimmt. Der Junker mokiert sich über alles, was ihm in England begegnet und tappt in seiner Borniertheit in jedes Fettnäpfchen. Eine köstliche Lektüre.“ Lesetipp von Rita Jansen


Helga Schubert: Vom Aufstehen

„Eine literarische Biografie, die einen Bogen spannt über acht Lebensjahrzehnte in einer sprachlich und formal außergewöhnlichen Form- hat uns sehr beeindruckt!“ Empfohlen von Dorit Schaaf und Karin Schriefers


Elizabeth von Arnim: Verzauberter April

„Eine wunderschöne Geschichte über vier englische Damen, die dem grauen London entfliehen wollen und sich in Italien treffen. Beim Lesen habe ich nicht nur die schöne Landschaft, sondern auch den duftenden Blumengarten in Norditalien genossen. Und dies beim Lockdown!“ Tipp von Rita Jansen


Maria Peters: Die Dirigentin

„Eine faszinierende Geschichte von einer Frau, die es mit sehr viel Mut und Durchsetzungsvermögen schafft, ihren Traum zu verwirklichen. Sie wird Dirigentin. Eine wunderbare Lektüre. Ist mittlerweile auch verfilmt worden.“ Tipp von Rita Jansen


John Ironmonger: Der Wal und das Ende der Welt

„Bereits im März 2019, also noch lange vor Corona, erschienen, spiegelt es doch in großen Teilen genau das wieder, was wir nun erleben mussten. Ich fand die Lektüre sehr spannend und auch ein bisschen beklemmend, weil man noch nicht so recht wusste, ob es für uns vielleicht genauso weitergehen wird, wie im Buch beschrieben. Dennoch habe ich beim Lesen das „Zusammengehörigkeitsgefühl“, das dort beschrieben wird, als sehr hoffnungsvoll und beruhigend empfunden. - Die Botschaft, mit viel Empathie für seine Mitmenschen und gemeinsam an einem Strang ziehend nahezu alles bewältigen zu können, sollte man sich immer wieder ins Bewusstsein rufen,“ Lesetipp von Carolin Brucklacher


Stefan Argus und Marion Finken: Momentaufnahmen.

„Viele schöne kleine Gedichte mit Tiefgang für jeden Tag! Dazu kommen die Autoren hier aus unserem Kreis!“ Eine Empfehlung von W. Metzler


Paul Auster (Hg.): Ich glaubte, mein Vater sei Gott. Wahre Geschichten aus Amerika.

„Hier wurden Geschichten von Menschen - wie Du und ich - zusammengetragen. Kurz erzählte und wahre Begebenheiten, die den jeweiligen Erzähler auf irgendeine Art berührt haben. Ich liebe dieses Buch, weil ich in vielen dieser Geschichten das kleine verborgene Wunder einer Begebenheit entdecken kann. Jede hat mich im Nachgang noch dazu angeregt, darüber nachzudenken. Des Weiteren passen diese kurzen Geschichten auch mal in eine kleine Auszeit.“ Tipp von Gaby Henk