Lieblinge auf der Fensterbank

Deutschlands blühende Lieblingszimmerpflanzen sind Orchideen. Sie sehen nicht nur grazil und wunderschön aus, sondern mit der richtigen Pflege blühen sie auch sehr lange.

Worauf bei der richtigen Pflege zu achten ist?
Orchideen gibt es in vielen Farben und Blütenformen und die allermeisten Sorten sind unkompliziert in der Pflege. Die Gattung der Phalaenopsis zählt hierzulande zur beliebtesten Orchidee. Ursprünglich stammt sie aus dem tropischen Regenwald und gedeiht dort als sogenannte Aufsitzerpflanze, d.h. sie wächst auf Bäumen und benötigt keine Erde. In ihrer natürlichen Umgebung haben Orchideen immer ein schützendes Blätterdach über sich. Deshalb sollten sie auch hier nicht in der prallen Sonne stehen. Ein Fenster zur West- oder Ostseite ist ideal.

Orchideenwurzeln brauchen Licht
Die Wurzeln sind Teil der Fotosynthese, deshalb sind die Pflanzen in transparente Töpfe gepflanzt. Als Übertopf eignet sich daher am besten ein Glasgefäß oder ein viel größerer Übertopf, für den Lichteinfall.

Orchideen richtig wässern
Regelmäßiges Gießen ist absolut wichtig, besonders wenn die Orchidee nah an einer Heizung steht. In der Regel sollte die Pflanze einmal in der Woche aus dem Übertopf herausgenommen und in abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser getaucht werden. Die Wurzeln speichern so einen Vorrat für die nächsten Tage. In jedem Fall muss das überschüssige Gießwasser ablaufen können. Darauf achten, dass sich beim Tränken kein Wasser in den Blattachsen sammelt, damit keine Fäulnis entsteht.

Düngezeit
Von März bis Oktober ist Düngezeit. In dieser Zeit der Wachstumsphase kann dem Wasser alle 2 - 4 Wochen spezieller Orchideendünger hinzugefügt werden.

Orchideen umtopfen
Alle 2 – 3 Jahre sollten Orchideen umgetopft werden. Die beste Zeit ist das Frühjahr, da sich dann die meisten Triebe und Blätter entwickeln. Dazu das verrottete Substrat beseitigen und die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen. Alle faulen, weichen Wurzeln und leere Wurzelhüllen entfernen und nur feste, grüne Wurzeln stehen lassen. Orchideenwurzeln sollten sehr vorsichtig behandelt werden, denn sie brechen leicht und können an den Bruchstellen faulen. Alte Stängel, die schon längere Zeit keine Blüten mehr gebildet haben, können abgeschnitten werden. Fürs Einpflanzen den alten Topf besser nicht mehr verwenden, denn es können sich Pilzsporen gebildet haben. Ein wenig Substrat in den neuen Topf geben und die Wurzeln vorsichtig mit einer leichten Drehbewegung in den Topf hineinschrauben. Nach und nach frisches Orchideensubstrat einfüllen. Dabei immer wieder leicht auf den Untergrund klopfen, sodass die groben Stücke auch gut in die Zwischenräume fallen. Zum guten Schluss den Topf ein paar Mal auf die Arbeitsfläche klopfen, damit sich das Ganze verdichtet. Fünf Tage nicht gießen, sondern nur im Blätterbereich besprühen. Wer seine Orchideen regelmäßig pflegt, wird viele Jahre viel Freude an ihnen haben.