Korschenbroicher Kultur in Gefahr!

Seit meinen frühen Kindheitstagen bin ich in Korschenbroich mit Kabarettabenden, Herbstfesten, Sportlerehrungen und dem City-Lauf aufgewachsen. All diese Events waren bis auf den letzten Platz voll. Immer. Und sie waren gut. So gut, dass selbst Leute von weit weg anreisten, um dabei zu sein. Als Jugendlicher war Korschenbroich für mich stets ein lebendiger Ort, den sogar die Stars der Szene besuchten, der ich heute als Nachwuchskabarettist nun selbst angehöre. In der Aula des GyKo’s habe ich schon mit 14 Jahren meine frühen Idole hunderte Menschen Tränen lachen lassen sehen.

So lag es für mich auf der Hand, als ich selbst in den Kabarettbereich einstieg, auf dieser Bühne ebenfalls eine Show veranstalten zu wollen. Seit Februar 2020 findet daher nun alle 3 Monate die „Kunst gegen Bares“ in Korschenbroich statt. Also theoretisch. Praktisch war nach einer gelungenen Premiere mit knapp 250, für mich damals überraschend begeisterten, Zuschauern vorerst Schluss, denn im März 2020 kam es zu dieser uns nun allen ja hinlänglich bekannten Zwangspause für Kunst, Kultur und so viele andere Branchen.

Leider Gottes läuft die nun über 20 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte der Korschenbroicher Kulturlandschaft bislang kaum wieder an. Aula und Realschulforum bleiben leer oder nur spärlich befüllt. Egal wer kommt. Von den renommiertesten Fernsehgesichtern bis hin zu den Nachwuchstalenten der „Kunst gegen Bares“, ein AUSVERKAUFT, gibt es nicht mehr. Selbst bei den hygieneschutzkonformen mit Abstand bestuhlten Veranstaltungen nicht. Zumindest in Korschenbroich nicht. Anderenorts sieht es völlig anders aus: Viele Events sind überall in Deutschland sehr gut besucht und die Menschen, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, sind dankbar und glücklich über jede Unterhaltung und Ablenkung, die sie in diesen Tagen erreicht und jedes Lachen auf ihren Lippen. Und glauben Sie mir, es gibt nichts Schöneres, als der Harmonie zwischen glücklichen Künstler*innen und frenetischem Publikum beizuwohnen.

Warum also in Korschenbroich nicht? Wieso platzt das Schützenzelt an Unges Pengste aus allen Nähten, aber wo vorher 500 Menschen saßen, lachten und sich selbst zum Nachdenken brachten, erscheinen nun keine 80 mehr? Diese Frage beschäftigt mich sehr oft. Mindestens alle drei Monate, wenn ich wieder die „Kunst gegen Bares“ moderieren darf und sie nicht mangels Reservierungen verschoben wird. Aber auch abseits meines eigenen Formates bin ich besorgt. Besorgt um das was Korschenbroich für mich als Kind und jungen Erwachsenen ausgemacht hat. Seine Kultur. Ich habe keine Antwort auf die Frage nach dem warum, aber dafür einen Appell: Besuchen Sie wieder Kunst- und Kulturveranstaltungen! Gehen Sie raus. Die Kultur ist ein überaus wichtiger Bestandteil des Fundamentes unserer schönen Stadt. Sie bietet Anregung, Unterhaltung und Basis für regen Austausch. Gehen wir sie nicht mehr ansehen, geht sie verloren, denn ohne Publikum kann sie nicht existieren.

Natürlich sollten Sie dies nur tun, wenn sie sich dabei auch sicher fühlen. Aber lassen Sie mich Ihnen abschließend eines sagen: Beinahe nirgendwo gab es weniger Ansteckungen als in den Theatern. Insbesondere die Stadt Korschenbroich hat sichere und gute Konzepte erarbeitet, die es Ihnen ermöglichen zu lachen und auch mal auf andere Gedanken zu kommen, ohne dabei sich oder andere zu gefährden. Und was ist das Leben am Ende, wenn man es nicht hie und da mit einer guten Pointe und frischen Gedanken bereichert? Eines in jedem Fall: Trister. Schließlich heißt es nicht umsonst lebenslustig.

Lennard Rosar

Korschenbroicher Kultur in Gefahr!

Seit meinen frühen Kindheitstagen bin ich in Korschenbroich mit Kabarettabenden, Herbstfesten, Sportlerehrungen und dem City-Lauf aufgewachsen. All diese Events waren bis auf den letzten Platz voll. Immer. Und sie waren gut. So gut, dass selbst Leute von weit weg anreisten, um dabei zu sein. Als Jugendlicher war Korschenbroich für mich stets ein lebendiger Ort, den sogar die Stars der Szene besuchten, der ich heute als Nachwuchskabarettist nun selbst angehöre. In der Aula des GyKo’s habe ich schon mit 14 Jahren meine frühen Idole hunderte Menschen Tränen lachen lassen sehen.

So lag es für mich auf der Hand, als ich selbst in den Kabarettbereich einstieg, auf dieser Bühne ebenfalls eine Show veranstalten zu wollen. Seit Februar 2020 findet daher nun alle 3 Monate die „Kunst gegen Bares“ in Korschenbroich statt. Also theoretisch. Praktisch war nach einer gelungenen Premiere mit knapp 250, für mich damals überraschend begeisterten, Zuschauern vorerst Schluss, denn im März 2020 kam es zu dieser uns nun allen ja hinlänglich bekannten Zwangspause für Kunst, Kultur und so viele andere Branchen.

Leider Gottes läuft die nun über 20 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte der Korschenbroicher Kulturlandschaft bislang kaum wieder an. Aula und Realschulforum bleiben leer oder nur spärlich befüllt. Egal wer kommt. Von den renommiertesten Fernsehgesichtern bis hin zu den Nachwuchstalenten der „Kunst gegen Bares“, ein AUSVERKAUFT, gibt es nicht mehr. Selbst bei den hygieneschutzkonformen mit Abstand bestuhlten Veranstaltungen nicht. Zumindest in Korschenbroich nicht. Anderenorts sieht es völlig anders aus: Viele Events sind überall in Deutschland sehr gut besucht und die Menschen, egal ob in der Stadt oder auf dem Land, sind dankbar und glücklich über jede Unterhaltung und Ablenkung, die sie in diesen Tagen erreicht und jedes Lachen auf ihren Lippen. Und glauben Sie mir, es gibt nichts Schöneres, als der Harmonie zwischen glücklichen Künstler*innen und frenetischem Publikum beizuwohnen.

Warum also in Korschenbroich nicht? Wieso platzt das Schützenzelt an Unges Pengste aus allen Nähten, aber wo vorher 500 Menschen saßen, lachten und sich selbst zum Nachdenken brachten, erscheinen nun keine 80 mehr? Diese Frage beschäftigt mich sehr oft. Mindestens alle drei Monate, wenn ich wieder die „Kunst gegen Bares“ moderieren darf und sie nicht mangels Reservierungen verschoben wird. Aber auch abseits meines eigenen Formates bin ich besorgt. Besorgt um das was Korschenbroich für mich als Kind und jungen Erwachsenen ausgemacht hat. Seine Kultur. Ich habe keine Antwort auf die Frage nach dem warum, aber dafür einen Appell: Besuchen Sie wieder Kunst- und Kulturveranstaltungen! Gehen Sie raus. Die Kultur ist ein überaus wichtiger Bestandteil des Fundamentes unserer schönen Stadt. Sie bietet Anregung, Unterhaltung und Basis für regen Austausch. Gehen wir sie nicht mehr ansehen, geht sie verloren, denn ohne Publikum kann sie nicht existieren.

Natürlich sollten Sie dies nur tun, wenn sie sich dabei auch sicher fühlen. Aber lassen Sie mich Ihnen abschließend eines sagen: Beinahe nirgendwo gab es weniger Ansteckungen als in den Theatern. Insbesondere die Stadt Korschenbroich hat sichere und gute Konzepte erarbeitet, die es Ihnen ermöglichen zu lachen und auch mal auf andere Gedanken zu kommen, ohne dabei sich oder andere zu gefährden. Und was ist das Leben am Ende, wenn man es nicht hie und da mit einer guten Pointe und frischen Gedanken bereichert? Eines in jedem Fall: Trister. Schließlich heißt es nicht umsonst lebenslustig.

Lennard Rosar